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Sabine und Reinhard Brandes (drittes Paar von links / Foto: Privat) erreichen Platz 3 in Elmshorn

Sabine und Reinhard Brandes präsentieren sich / Foto: Privat

Herbstpokalturnier in Elmshorn am 10.10.2026

Bericht von Sabine Brandes

 

Und jährlich grüßt das Murmeltier!

Wie in den letzten Jahren hatten Reinhard und Sabine Brandes für das Herbstpokalturnier in Elmshorn gemeldet. Die Reiseroute war geprüft, und aus ihrer Erfahrung heraus hatten sie vorsichtshalber eine gute Stunde zusätzliche Fahrzeit Richtung Norden eingeplant. Pünktlich machten sie sich auf den Weg – nur um nördlich von Hannover im ersten Stau zu stehen. Was sie da noch nicht wussten: Es sollte der erste von insgesamt sechs Staus werden. Oder waren es sieben? Egal. Nach dem letzten Stau bei Pinneberg sorgte auch noch die Deutsche Bahn für einen längeren Aufenthalt vor einer geschlossenen Bahnschranke. Erst nachdem drei Züge vorbeigefahren waren, hoben sich die Schranken endlich wieder.

So betraten sie – wie immer – genau zur eigentlichen Startzeit das Gebäude des TTC Elmshorn und wurden herzlich begrüßt. Ebenfalls wie immer verzögerte sich der Veranstaltungsablauf, sodass noch genügend Zeit blieb, sich zügig, aber ohne Hektik umzuziehen und sogar ein paar Schritte einzutanzen. Auch ein Paar aus Berlin, das sie lange nicht gesehen hatten und nun mit ihnen im Teilnehmerfeld stand, wurde herzlich begrüßt – so viel Zeit musste sein.

Im Tanzsaal konnten sie noch die Siegerehrung des vorangegangenen Turniers beklatschen, bevor auch schon die SEN III A-Klasse aufgerufen wurde, für die sie gemeldet hatten. Acht Paare gingen an den Start. Die Vorrunde wurde in zwei Gruppen getanzt, die Rundenauslosung war notiert – los ging’s.

Die Musikauswahl war, wie so oft in Elmshorn, sehr gut. Zum ersten Langsamen Walzer gingen sie in Haltung, nahmen die Musik auf und vertanzten sie nach eigener Wahrnehmung weich und geschmeidig – gut sortiert und mit stimmiger Paarkommunikation. Bei nur vier Paaren auf der Fläche blieb ausreichend Platz, um sich wirkungsvoll zu präsentieren, und genau das taten sie. Auch der Tango gelang nach eigenem Gefühl gut. Der Wiener Walzer fühlte sich wie das Sahnehäubchen auf der Melange an, und der Slowfox floss zu Frank Sinatras Gesang durch New York. Nur beim Quickstep schienen einige Perlchen im Glas nicht leicht genug zu sein. Doch wer weiß schon, wie die Wertungsrichter das gesehen hatten …

Danach hieß es warten. Nach ihrem eigenen Gefühl müsste es eigentlich für das Finale gereicht haben, aber sicher sein konnte man nie. Schon bald wurden die Startnummern der qualifizierten Paare bekannt gegeben – und sie waren dabei. Was sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten: Mit der größtmöglichen Anzahl an Kreuzen hatten sie einen glatten Durchmarsch hingelegt. Nicht schlecht!

Die Endrunde wurde mit offener Wertung getanzt. Direkt nach jedem Tanz hielten die Wertungsrichter ihre Tafeln hoch, sodass die Ergebnisse sofort sichtbar waren. Nach dem Langsamen Walzer erhielten Reinhard und Sabine gute Wertungen und erkannten schnell, dass sie auf Platz drei lagen. Motiviert gingen sie in den Tango. Mit sechs Paaren auf der Fläche waren nun erstmals ihre Improvisationsfähigkeiten gefragt, denn zeitweise wurde es etwas kuschelig. Doch das bedeutete weder Stress noch ein Problem. Auch im Tango wurden sie auf Rang drei gewertet. Im Wiener Walzer sahen die Wertungsrichter sie auf Platz zwei, während sie im Slowfox und Quickstep jeweils wieder den dritten Rang erreichten. Kompliziertes Rechnen war damit nicht nötig: Sie durften sich über eine Platzierung freuen!

Mit der Siegerehrung ging der Turniertag beim TTC Elmshorn zu Ende. Reinhard und Sabine freuten sich über ihr gutes Abschneiden, gratulierten den anderen Finalpaaren und genossen noch einmal die schöne Stimmung im Tanzsaal. Bei einem gemeinsamen Kaffee mit dem Berliner Paar, das den zweiten Platz ertanzt hatte, freuten sie sich über den gemeinsamen Erfolg und tauschten sich über das aus, was seit ihrer letzten Begegnung geschehen war. Schön war’s mal wieder!